Zum Gedenken an die vielen Opfer des Gesundheits-Systems, die keine Hilfe erhielten und elend und unter unendlichen Schmerzen und Beschwerden gestorben sind oder als letzten Ausweg eine Selbsttötung begingen.

 

Alle noch Lebenden MCS-Kranken und die Opfer klagen an!

 

Ich wünsche allen Angehörigen ganz viel Kraft, um mit diesem Schicksalsschlag fertig zu werden. Die Zeit heilt alle Wunden aber die Narben die wir erfahren haben, werden nur mit der Zeit etwas blasser aber sie schmerzen immer wieder.

Clarissa www.mcs-infogate.de                         

  

 

   
Christiane Favrat *17.6.1947  +20.12.2010


Knapp ein Jahr vor ihrem Tod, war Christiane so empfindlich, dass sie keine
Personen mehr um sich herum vertrug. Der Gang durchs Treppenhaus wurde zum
Spiessrutenlauf. Immer mehr Produkte und Lebensmittel, welche sie nicht mehr
vertrug. Dazu kamen weitere Beschwerden wie Elektrosensibilität,
Fibromyalgie und unerträgliche Schmerzen. Durch die
Chemikalienunverträglichkeit war eine wirksame medizinische Behandlung kaum
mehr möglich. Mit dem Tod von Claude, mit welcher Christiane über 30 Jahre
zusammengelebt hatte, verlor sie ihren letzten Funken Lebenswillen. Sie
wollte nur noch eines, alles ordnen und möglichst keinen weiteren Winter
mehr hier sein müssen.

Christiane, wir vermissen dich! Zu wissen, dass du nicht mehr leiden musst,
hilft uns nur wenig gegen unsere Hilflosigkeit und Trauer.

http://mcs-sos.ch/578/75901.html
Arlette Béguelin *2.10.1932  +17.12.2010



Arlette gehörte zu den ersten aktiven MCS-Kranken in der Schweiz und
übersetzte unzählige deutsche und französische Dokumente zum Thema
Chemikalienunverträglichkeit. Die zunehmenden vielseitigen körperlichen
Beschwerden, kein Verständnis von Seiten von Bekannten und Ärzten und das
Wissen, dass sie wohl nie miterleben würde, wie Umweltkrankheiten eines
Tages doch anerkannt würden, trugen dazu bei, dass sie sich im Sommer 2008
von der MCS-Arbeit zurückzog und resignierte. Drei Monate vor ihrem Tod
verschlechterte sich ihr gesundheitlicher Zustand so gravierend, dass eine
Einweisung in die Klinik unumgänglich war.

Wir verlieren in Arlette eine liebe Freundin, eine interessante
Gesprächspartnerin, eine kluge und äusserst hilfsbereite Kollegin.

Arlette, wir danken dir für alles, was du für uns getan hast!

http://mcs-sos.ch/578/75901.html
J. Doe

+ Februar 2011

Nach langer schwerer Erkrankung, der Suche nach Heilung wurden die Schmerzen und die gesamte Lebenssituation so unerträglich, daß sich J. das Leben nahm. Ihr hätte vielleicht geholfen werden können, wenn es endlich Kliniken in Deutschland gäbe, die MCS behandeln würden und man schwer kranken Menschen nicht alle Hilfe verweigern würde.

J., ich wünsche dir, daß du endlich schmerzfrei bist und deinen Frieden gefunden hast.

HEIDE N.

+ Juli 2010

 

Da ihr Zustand immer unerträglicher wurde und sie keine geeignete Hilfe bekommen konnte, wählte sie den Freitod.

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Sigrid

+ Juni 2010

Sie hatte zu ihrer schweren MCS Lungenkrebs bekommen und musste sehr  leiden

 

Mezzadiva

+ Oktober 2009

mezzadiva wurde das, was sie benötigte, nicht gewährt. Letztendlich kommt es nicht auf die exakten Umstände des Todes an. Sie bekam chemische Medikamente, wurde vielleicht viele Jahre falsch behandelt. Als sie dann MCS hatte, gab es kein Dorf mit cleanen Häusern, wo sie hätte hingehen und weiterleben können. Man verwehrt uns (wenn wir selbst nicht das nötige Geld haben, was die wenigsten haben) eine Umgebung, in der ein Überleben möglich ist. Man entzieht uns die Arbeit, für die es in sauberer Umgebung Möglichkeiten gäbe. Man entzieht uns die gesellschaftliche und soziale Beteiligung. Und wenn es gerade mal so passt, entziehen sie uns das Leben. Ich weiß nicht, ob ich das mal so sagen darf. Für mich war es Mord. Immer.

Jürgen

+ Juli 2009

Jürgen, der mit Silvia zusammen diese Plattform aufgebaut hat, ist von uns gegangen. Ganz unverhofft, von einer Minute auf die andere. Ihm ging es schon lange Zeit sehr schlecht und sein Körper hatte nur noch wenig Kraft, dennoch kam es unerwartet für alle. Wir sind tief erschüttert und sehr traurig. Jürgen hat unendlich viel Energie in unsere Plattform gesteckt und als er schon längst nicht mehr konnte, hat er immer noch ein wachendes Auge auf alles geworfen und Tipps gegeben.

 

 

Brigitte

+ Juli 2009

Brigittes letzte Worte waren: “Liebe Freundin!

Ich erleide Höllenqualen, ich bin verzweifelt, habe unendliche Schmerzen. Mein Körper richtet sich gegen sich selbst. Meine eigenen Berührungen lösen Schmerzen aus. [...] jedes Geräusch bedeutet Schmerzen. Selbst wenn ich esse, habe ich Schmerzen.
 

Ich habe Heimweh wie verrückt, aber ich habe kein Zuhause mehr, ich weiß nicht einmal wohin. Ohne Maske kann ich nicht raus. In den Wald kann ich nicht, soweit kann ich nicht gehen.

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Trees

+ März 2009

Trees war Ärztin und seit Jahren Mitglied unserer CS_eXchange Newsgruppe für Aktivisten und Ärzte.
Sie lebte in Holland und hatte seit langer Zeit MCS, sie starb am 7. März.

 

Giancarlo Guiaro

+ März 2009

Selbstmord, in dem er sich in der Praxis seines Arztes erschoss. Er litt unter Multiple Chemical Sensitivity (MCS).

 

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Adelheit

+ Oktober 2009

Adelheit Hörnig
Geb.: 19.12.44 und gestorben am 26.10.2009, wurde fast über Jahre zu Tode behandelt. Ihre Leidenschaft galt der Bekämpfung der Psychiatriesierung und Falschbegutachtung von Chemikaliengeschädigten - . Fast bis zuletzt schaffte sie es zwar, selbst Unerträglichem mit dem ihr eigenen Witz, oft rabenschwarzen Humor, zu begegnen. - Die Kraft langte nicht mehr aus und am Ende hielt ihr Immunsystem der Belastung nicht mehr stand. Ein Grosser Mensch ging mit ihr verloren.

 

 

Angelika

+ Oktober 2009

Wir sind in tiefer Trauer um einen lieben Menschen…einen Menschen…der noch hätte weiterleben können, gäbe es in diesem Land Unterkünfte für solche Fälle. Gäbe es eine, nur eine Klinik, wo man hingehen kann mit “CleanRooms” wie im Environmental Health-Center in Dallas / USA. Gäbe es Ärzte, die MCS rechtzeitig erkennen…, gäbe es Unterstützung für die Angehörigen, die nicht wissen, warum das alles so passiert…

 

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Monika

+ Dezember 2008

Monika Quinlan verstorben ist.
Monika war Teil unserer MCS Aktivistengruppe CS_eXchange. Sie war ein herzlicher Mensch, der
eine tiefe Lücke hinterlässt. Trotz ihrer schweren MCS setzte sich Monika immer wieder für die
weitere Anerkennung von MCS in Kanada ein.

 

 

+ Juli 2008

Mit Bestürzung hat die Selbsthilfegruppe Chemikaliengeschädigte und Umweltkranke Wiesbaden vom Suizid eines ihrer Mitglieder erfahren. Wie ihr Mann mitteilte, hat seine Frau den Tod aus Wut, Verzweiflung und Depression wegen der von den Ärzten und Kliniken nicht adäquat behandelten unerträglichen Beschwerden gesucht.

Sie hat zuletzt keine Medikamente mehr vertragen, zeigte typische Symptome der Multiplen Chemikalien-Überempfindlichkeit (MCS) und musste unerträgliche Schmerzen wegen verschiedener chronischer Entzündungen und einer operierten und nicht ausgeheilten Hüfte ertragen. Sie litt auch unter der diskriminierenden Behandlung durch Ärzte, die ihren Hinweis auf die Chemikalien-Überempfindlichkeit mit abfälligen Bemerkungen kommentiert hatten und eine rein psychische Diagnose propagierten.

 

 

Reiner

+ Februar 2008

Reiner Gohsmann Geb.: 16.01.63 und gestorben am 10.02.08. Er schaffte den Flug nach Dallas gesundheitlich durch die schwere MCS nicht mehr und wurde so in den den Freitod getrieben, da es so gut wie keine richtige Versorgung und Hilfe für MCS-Erkrankte gibt.

In umwelt-medizin-gesellschaft/17/2/2004 unter DISKUSSION Umweltmedizin S. 168 bis 169 gab er eine Stellungnahme über umg 3/2003: Multiple Chemical Sensitivity (MCS) - Eine Herausforderung interdisziplinärer Patientenversorgung und Forschung von Hornberg, Pauli & Wiesmüller ab, die MCS wie so oft als mehr psychisch getrieben durch ihren Lobbyismus ansehen, um sich keine Mühe zu machen.

 

 

Georg

+ Februar 2008

Mir wurde heute Morgen mitgeteilt, dass sich ein weiterer Chemikaliensensibler das Leben genommen hat,
nachdem gestern erst die Nachricht des Suizids eines Hamburger Chemikaliensensiblen eingetroffen war.
Der Mann war aus Hamburg, er wollte am 20. Februar nach Dallas fliegen, tolerierete aber absolut nichts mehr und glaubte, dass er den Flug nicht schaffen würde. Ich hatte in den vergangen Wochen und Monaten viel mit ihm gesprochen, oft stundenlang. Versucht ihm Mut zumachen, ihn aufzubauen. Am Sonntag hat er sich das Leben genommen.

 

 

Gudrun

+ November 2007

Sie war Mitglied in unserer Stuttgarter MCS-Gruppe und war sehr schwer an MCS erkrankt. Sie litt vor allem extrem unter Elektrosensibilität
Sie fand keinen Platz mehr, an dem sie noch Leben konnte.

In der Nacht,gegen 1 Uhr, lief sie zu einer Tankstelle und hat sich dort mit Benzin übergossen und angezündet

Am 11.November nahm sie sich das Leben.

 

 

Rolf

+ April 2007

Gestern Abend ist unser CSN Mitarbeiter und Freund Rolf Schröter im Alter von 38 Jahren an den Folgen von akuter Pestizidexposition, die sein Immunsystem völlig zusammenbrechen ließ,verstorben.

 

 

Nancy

+ März 2007

Heute erreichte uns die traurige Nachricht, dass Nancy Westrom, die alle durch ihre wunderbare Initiative \"Safer Travel Guide\" kennen, verstorben ist. Nancy wurde im vergangenen Jahr im August mit Brustkrebs diagnostiziert. Ihre Sensibilität ließ keine Chemo zu. Sie verstarb jetzt im März.

 

 

Annette

*1951 + August 2006

Am 6.08.2006 verstarb Annette Tutas-Wölling im Alter von 55 Jahren durch die Folgen an MCS Todesursache ein Gehirnemphysem. - Annette musste mit ihren Ehemann in eine kleinere Wohnung ziehen aus ihren größeren belastetem Haus. Annette konnte gesundheitlich nicht mehr arbeiten und Ihr Mann wurde auch schwer von der Hartz IV Reform getroffen. In der Eile konnten Sie nicht die alten Möbel und andere Gegenstände in die kleinere Wohnung unterbringen. - Annette ging es immer schlechter. Sie wollte sich im Schlafzimmer hinlegen und ausruhen.

Seit 1993 war Annette die Ansprechsperson der Arbeits-und Selbstilfegruppe Umweltkrankheiten. Auf dem Internationalen Kongress für Umweltmedizin 1995 hielt Sie eine Rede u.a. über MCS. - Sie kooperierte mit anderen Selbshilfegruppen und mit dem ARBEITSKREIS DAS GUTE KRANKENHAUS und nahm bei Treffen des Gesundheitsparlament in Berlin teil.

 

Kim

+ Oktober 2006

Kim Palmer, Musikerin, Sängerin und Komponistin ist Tod. Sie starb am 23.10.2006 nach langem, schwerem Leiden an hochgradiger Multiple Chemical Sensitivity MCS.

 

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KATHY Davis

*1955   + 2006

Die in der Wüste mit Ihrer Tochter in einem unbeheizten, ohne Wasseranschluss oder Sanitäreinrichtungen (KEIN WC, kein Abwasser) nicht isoliertem alten Wohnwagen leben musste, weil sie keine "normalen" Wohnräume mehr tolerierte.

 

 

Cindy Duehring

* 1962 in North Dakota,

+ 29.06.1999

wurde in ihrem Appartement durch Organophosphat-Pestizide vergiftet. Sie erlitt dann eine schwere MCS. - Sie setzte sich für die Rechte der MCS-Erkrankten ein und bekam u.a. 1997 den Alternativen Nobelpreis.

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Mike Estle

*1954   +2005
Kohlenmonoxydvergiftung und Lösungsmittel

Er war dieser starke Mann..tätowiert..Motorradfahrer
der freundlichste von allen..Bauarbeiter der nach einem Kohlenmoxyd-Leck in einem Hochhaus nach 2 Stunden bewusstlos aufgefunden wurde,, aber keine medizinisch adäquate Behandlung bekam..6 von den 8 Arbeitern auf dem Baugrundstueck sind tot.. er hatte es am längsten ausgehalten,,wir haben hunderte von Stunden gemeinsam in den heissen natürlichen Quellen gesessen und uns aufgemuntert..
Sein einziger Ausweg war sein geliebtes Motorrad eine Serpentinenstrasse runterzurasen und 1000 Meter in den Abgrund zu stürzen..
Wir haben eine grosse Abschiedsfete für Ihn gehabt..draussen,, hier wo er verbleiben wollte.

 

Wolfgang

*1946   + Oktober 2000

Wolfgang Faasch starb am 16. Oktober 2000 im Alter von 54 Jahren durch die Folgen von PER = Tetrachlorethan u.a. Lösunsmitteldämpfen ausgesetzt bei Schweißarbeiten der Lufthansa-Werft entfachte sich die MCS. Er war Ansprechpartner von der ABREKRA in Norderstedt bei Hamburg und kämpfte vergeblich 11 Jahre um die Anerkennung seiner Erkrankung als Berufskrankheit. Kläger tot - Akte zu? Lufthansa-Arbeiter streitet bis zu seinem Tod vergebens um seine Berrufsgenossenschaftsrente von Magda Schneider hieß es in der taz vom Freitag, 27. Oktober 2000 auf S. 21. Bei Spiegel 29/2000 Titel Steuerreform Wer kriegt was? 17.07.2000 GUTACHTER EIN FILZ UND EIN GEFLECHT Von Ludwig, Udo S. 54-58 war er mit zitiert, das er bei der Luthansa-Werft Hamburg Triebwerke über 20 Jahre reperierte und dabei PER = Tetrachlorethandämpfen ausgesetzt war. Unter www.spiegel.de/spiegel/print/d-16914227.html nachzuschlagen.

 

 

 


Marie-Theres

+Juli 1998

nahm sich Marie-Theres Riehl nach unentlichen Qualen das Leben. - Sie wurde 46 Jahre alt. - Bei Marie-Theres kam es zu einer extremen Verschlimmerung der MCS. - Sie war Klinische Psychologin und aus eigener Betroffenheit, wollte sie die Behandlungsmethoden in Ihrer Praxis von sogenannten Psychisch Kranken ändern und eckte damit bei Kollegen an. In Hamburg Niendorf mietete Sie in einem alten Haus eine Wohnung und Praxis für ihre Klienten, was Marie-Theres nicht wusste ist, dass das die Wohnung und Praxis mit Schimmel befallen war. - Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide. Betroffene versuchten ihr zu helfen. Im Mai 1998 zeltete sie am Rande von Hamburg bei Betroffenen im Garten bei ein Waldgebiet. - Im Juli bei einer Betroffenen im Garten eines (Ferienhaus) an der Nordsee wurde sie tot im Zelt aufgefunden. - Sie versuchte bei dem internationalen Kongress Rehabilitation in Hamburg CCH eine Duftfreiheit durchzusetzen, damit sie auch daran teilnehmen konnte. Leider war das nicht machbar.

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